die Wahrheit über die Titanseelensplitter aus Israel


Kristallstättenausbildungszentrum-Qatar

 

im Auftrag der ARCTURIANER

Die Wahrheit über die Titanseelensplitter aus Israel

Die ACTURIANER teilen mit, dass es noch ganz andere Wahrheiten über die einstigen Titanseelensplitter in Israel gibt, lest selbst, alles was hier

berichtet wird, hat sich genau so zugetragen, wir haben zugesehen. Die einstigen Titanen waren genauso grausam:

Quelle:

www.palaestina-portal.eu

 

Terrorisierung von Kindern wohlüberlegte Politik Israels -

Kamel Hawwash - 04.01.2018 - Ben Gurion, der Gründungsvater Israels, sagte einmal über die Palästinenser: "Die Alten werden sterben, und die Jungen werden vergessen." Wie sehr hat er sich über das palästinensische Volk geirrt.

 

Zu Beginn der Zweiten Intifada, 2000, tauchte ein symbollträchtiges Bild von Muhammad al-Durra, einem 12-jährigen Jungen auf, wie er sein Vater ihn vor den israelischen Schüssen schützte, und der die Soldaten anflehte mit dem Schießen aufzuhören. Aber die Kugeln (flogen) weiter und al-Durra starb an den Verletzungen. 

 

Fares Odeh, 14, wurde fotografiert, als er im Gazastreifen furchtlos Steine auf einen israelischen Panzer warf. Odeh wurde von den israelischen Streitkräften am 8. November desselben Jahes getötet.

 

Blanker Hass -

Am Dienstag tötete die israelische Armee den 17-j. Musab Firas al-Tamimi aus dem Dorf Deir Nitham in der Westbank; er war der erste Palästinenser, der 2018 von israelischen Streitkräften erschossen wurde. Israels Grausamkeit, und was Palästinenser als blanken dass auf ihre Kinder sehen, wurde versinnbildlicht durch den Mord an der 13-j. Iman Darweesh al-Hams. 2004 schossen Soldaten der israelischen Armee von einem Beobachtungsosten aus in dem von Israel beanspruchten "Niemandsland" nahe der Phildadelfi-Strasse in Rafah auf sie. Als ob das nicht genug wäre, feuerte der Kommandeur der Soldaten das ganze Magazin seines automatischen Gewehrs in Hams Körper. Ein Jahr später, während dem Gerichtsprozess, äußerte der Kommandeur kein Bedauern über seine Handlung und sagte, er hätte das gleiche "getan, wenn das Mädchen drei Jahre alt gewesen wäre".

Er wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen.

 

Laut Defence for Children

International Palestine (DCIP) wurden 595 Kinder während der zweiten Intifada getötet, in dieser Zeit fanden auch die oben erwähnten Morde statt.

 

In den vergangenen Jahren haben Gazas Kinder immer wieder unter der Armee gelitten, vor allem in den letzten drei größeren Kriegen. Im Krieg von 2008/09 kamen 280 Kinder zu Tode, im Krieg von 2012 waren es 33 und 2014 490 Kinder, die durch israelische Schüsse getötet wurden. 

 

DCIP berichtet, das zwischen 2000 und 2017 2.022 palästinensische Kinder ihr Leben durch die israelischen Streitkräfte verloren, ein Durchschnitt von 25 pro Monat. Während derselben Periode wurden 137 israelische Kinder von Palästinensern getötet.

 

Natürlich geht es nicht um Zahlen, aber es gibt einen Hinweis auf die schrecklichen Auswirkungen der israelischen Besatzung und der wiederholten (israelischen) Kriege gegen die Palästinenser, speziell gegen die Kinder.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass anders als israelische Kinder, die in dem Konflikt getötet werden, die meisten von Israel getöteten Kinder namenlos bleiben und nur in einer Todesbilanz erscheinen. Israelische Medien stellen sicher, dass Namen und Fotos toter israelischer Kinder so weit wie möglich verbreitet werden. Palästinenser haben diese Reichweite nicht.

 

Kinder vor Militärgerichten -

Derzeit werden keine israelischen Kinder von Palästinensern festgehalten. Aber es gibt etwa 450 palästinensische Kinder, die von Israel ins Gefängnis gesteckt wurden. Ihnen wird der Prozess vor Militärgerichten gemacht, sie werden in Fesseln vor die Militärrichter gebracht – wie die Welt gesehen hat, nachdem die 16-j. Ahed Tamimi in den frühen Morgenstunden des vergangenen 20. Dezember abgeführt wurde. 

 

Laut DCIP werden jedes Jahr 500 bis 700 palästinensische Kinder von Israel inhaftiert. Die häufigste Beschuldigung ist Steinewerfen. DCIP sagt jedenfalls, dass seit 2000 mindestens 8.000 palästinensische Kinder von Israel festgenommen und im israelischen Militärgerichtssystem strafrechtlich verfolgt wurden. DCIP berichtet, dass in den zwischen 2012 und 2016 dokumentierten Fällen 72% der palästinensischen Kinderhäftlinge von körperlicher und 66% von verbaler Gewalt und Demütigungen berichteten.

 

Laut Khaled Quzmar, demGeneraldirektor von DCIP, "fahren trotz des laufenden Engagements von UN-Organistionen und wiederholter Appelle sich an das internationale Recht zu halten, das israelische Militär und die Polizei mit nächtlichen Festnahmen, körperlicher Gewalt, Zwang und Drohungen gegen palästinensische Kinder fort". Sind sie einmal in ein israelisches Militärfahrzeug verfrachtet, werden sie mißhandelt und in manchen Fällen nach Israel gebracht, was gegen das Völkerrecht verstößt. Oft werden sie ohne Anwesenheit eines Elternteils oder Anwalts verhört und sollen Geständnisse in Hebräisch unterschreiben, das sie nicht lesen können.

 

Unverhältnismäßig oft angegriffen -

Kinder in Jerusalem und Hebron werden scheinbar unverhältnismäßig oft angegriffen. Ein Video von der Festnahme eines 5-jährigen Jungen durch die israelische Armee in Hebron machte weltweit Schlagzeilen. Ein anderes sechs Jahre altes Kind wurde im Flüchtlingslager Jalazoun in der Westbank fünf Stunden lang festgehalten. Tarel Abukhdeir, ein palästinensisch-amerikanischer Teenaager, der von der israelischen Polizei brutal zusammengeschlagen wurde, erhielt keinen Beistand vom amerikanischen Konsulat in Ost-Jerusalem. Sein Cousin Mohammed war früher im selben Jahr von jüdischen Terroristen bei lebendigem Leib verbrannt worden.

 

Es scheint, dass Israel eine gezielte Politik der Terrorisierung palästinensischer Kinder betreibt, um sie davon abzubringen sich im alästinensischen Widerstand zu engagieren, wenn sie erwachsen werden. Der Prozess der Verhaftung beginnt mit der ersten Entführung in den frühen Morgenstunden, wenn sie aus dem Bett gerissen werden. Das Bett eines Kindes und sein Zuhause sind die Orte, an denen sich Kinder sicher fühlen sollten, das trifft aber nicht für palästinensische Kinder zu. Ein Schlagen an die Tür, das Rufen eines Namens, das erzwungene Eindringen in ein Schlafzimmer kann jedem palästinensischen Kind ohne Vorwarnung passieren. Es wird keine Rücksicht auf das Alter oder die Umstände gemacht. Viele palästinensische Kinder stehen jetzt in "israelischen Büchern". Das macht es für Israel leichter, jederzeit zu ihnen zu kommen, sei es wegen dem Verdacht auf Beteiligung am Steinewerfen, oder um von ihnen Beweise gegen andere herauszuholen. Eine lange Liste Der palästinensische Teenager Ahed Tamimi gehört jetzt zu einer langen Reihe von Gefangenen. Anstatt zu verstehen versuchen, warum Ahed den Soldaten geschlagen hat, der uneingeladen in ihr illegal besetztes Dorf gekommen ist, empfahl der israelische Bindungsminister sie und andere palästinensische Mädchen sollten "den Rest ihrer Tage im Gefängnis verbringen".

 

Und der prominente israelische Journalist Ben Caspit schrieb, dass "wir in dem Fall der Mädchen bei irgendeiner anderen Gelegenheit, im Dunkeln und ohne Zeugen und Kameras einen Preis einfordern sollten". 

 

Israel beschuldigt die Palästinenser oft der Aufhetzung, die Kinder und junge Erwachsene ermutige Widerstand gegen die Besatzung zu leisten, auch mittels Gewalt. Die Beendigung von Hetze wurde auf die immer weiter anwachsende Liste von israelischen Forderungen an die Palästinenser gesetzt.

 

Aber Kinder müssen von niemandem aufgehetzt werden, wenn sie die Besatzung und die täglichen Demütigungen erleben. Während viele palästinensische Kinder andere durch ihre Standfestigkeit und ihren Widerstand inspirieren, sind andere ein Leuchtturm der Hoffnung, da sie an verschiedenen Fronten kämpfen und internationale Wettbewerbe gewinnen. Der 17-jährige Afaf Sharif gewann von 7,4 Millionen Teilnehmern den Meistertitel am diesjährigen Wettbewerb im Arabisch Lesen. Die 15-jährige Dania Husni al-Jabari und der 8-jährige Ahmad Ayman Nashwieh kamen 2015 auf den ersten bzw. den zweiten Platz beim Wettbewerb für Intelligentes Kopfrechnen in Singapur und schlugen 3.000 andere Kinder. Zwei Jahre zuvor siegte der 14-jährige Areej al-Madhoon im gleichen Wettbewerb. Auch palästinensische Kinder, die in der Diaspora geboren sind, haben andere inspiriert. Die 15-jährige britische Palästinenserin Leanne Mohammad gewann einen regionalen 2015/16 Redewettbewerb in London, bei dem sie über die Nakba der Palästinenser sprach. Wir werden nie wissen, ob sie auch) den Hauptwettbewerb gewonnen hat, da ihr Preis unter dem Druck pro-israelischer Gruppen von den Organisatoren zurückgezogen wurde.

Quelle: Übersetzung: K. Nebauer 

 

   

Gazas Flughafen, einst Symbol für die Staatlichkeit, ist jetzt Ödland - Ahmad Kabariti 

4.01.2018 - Um 8 Uhr 50 stoppte ich ein Taxi in Gaza City und bat den Fahrer, zum Flughafen zu fahren. Der Fahrer starrte mich an: "Welchen Flughafen? Meinen Sie den Kairoer?" Ich  antwortete: "Zum Gaza Airport. Fahren Sie bitte nach Rafah." Muhsin al-Balawi, der 23-j. Fahrer mag zu Recht sehr erstaunt über meinen Wunsch gewesen sein. Er hatte noch nie einen Fluggast. Er ist drei Jahre vor der Eröffnung des Flughafens 1998 geboren. Nach 40 Minuten Fahrt auf der Salah al-Din Strasse, der Hauptverkehrsstrasse im Gazastreifen, erreichten wir das Ende der Asphaltstraße. Ein par hundert Meter weiter stand der Abflugterminal, der von Hügeln von Haushaltsmüll umgeben war.Alles auf diesen etwa 2,8 Quadratkilometern Halbwüste war ohne Leben. Der Gestank eines gerissenen Esels erfüllte die Luft. Ich wußte, dass ich diesen Ort nie nach Dunkelheit besuchen würde.Dieser aride Bereich war einmal der erste Flughafen für Palästinenser in Gaza, ein Schritt in Richtung des Traums von einem unabhängigen Staat. 2000, während der zweiten Intifada bombardierte Istrael den Kontrolltower, dann die Rollbahn, und schließlich die eleganten marrokanisch-inspirierten Terminals. 2001ebneten die Bulldozer der israelischen Armee ein, was noch übrig geblieben war. Nur wenige Menschen wagen sich in dieses Gebiet, dessen Landschaft voll von dutzenden großen Bombenkratern ist. Vielleicht ein oder zwei Leute jede Woche, die das Feld auf der Suche nach etwas Brauchbarem durchwühlen. Hierher kommt man nervös gegen der Nähe israelischer Militärbasen, die jederzeit bereit sind, bei jedem Verdacht auf eine Bewegung in der Umgebung der Flughafenruinen zu schiessen. 

In der Nähe einer umgestürzten Betonsäule sammelte der 29-j. Abdullah al-Qarra rostige Eisenstäbe aus den Ruinen der Ankunftshalle, um sie auf dem lokalen Schrottmarkt zu verlaufen. "Obwohl ich damals erst 11Jahr alt war, spürte ich während der Eröffnungszeremonie des Flughafens, dass sich etwas Monumentales ereignete, und als ich nach seiner Zerstörung wieder hierher kam, weinte ich richtig" sagte Abdullah. Abdullah, der einmal mit seinem Vater von diesem Flughafen nach Riad flog, als er 14 war, erinnert sich an ihren drei-stündigen Flug. "Wenn ich heute Glück habe, dauert der gleiche Flug einen ganzen Tag wegen der Routineprozeduren auf der gyptischen Seite von Rafah und der Fahrt zum Kairoer Flughafen, aber auch das ist nur möglich, wenn der Grenzübergang offen ist." 2017 war der Grenzübergang von Rafah insgesamt an 20 Tagen geöffnet. Die israelische Blockade geht in voller Kooperation mit Ägypten in ihr 11 Jahr. Der Grenzübergang von Rafah ist Gazas einziges Tor zur Welt und wurde vor neun Monaten geschlossen. Er war zwischendurch wieder geöffnet worden, nachdem Kairo seit dem Sommer 2013 eine Reisesperre verhängt hatte. Abdullah, der in Kairo Management studiert und letztes Jahr die Prüfungen nicht bestanden hatte, sagt, die ägyptischen Behörden würden Reisenden aus Gaza eine Menge Beschränkungen auferlegen. "Reisende aus Gaza müssen für mehrere Stunden an Militärcheckpoints im Sinai halten, bevor es dann zu unzähligen weiteren Checkpoints auf der fast 450 km langen Fahrt nach Kairo weitergeht." "Einmal beschlagnahmte ägyptische Militärs am Checkpoint Raysa mein Samsung Handy und 200 US-Dollar und sagten: 'Du Hurensohn, gib mir das', sagte Abdullah. Raysa ist ein Militärcheckpoint in el Arish im nördlichen Sinai und Reisenden aus Gaza bekannt, die oft von den langen Autoschlangen wegen der langsamen Gepäckkontrolle durch die ägyptische Armee berichten. Während ich mit Abdullah spreche, kommt ein von einem Pferd gezogener Karren in die Gegend, um verwendete Bausteine zu sammeln. "Ich denke, dieser Flughafen hat uns ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit gegeben, denn wir konnten ohne Demütigung von Arabern oder Israelis überall hin reisen. Patienten mit Visa für die Einreise nach Israel werden von den israelischen Offizieren am Erez Grenzübergang oft willkürlich zurückgeschickt. Manche stehen auf einer schwarzen Liste, andere werden aufgefordert als Spione zu arbeiten", berichtet Abdullah Mondoweiss. B'Tselem, eine israelische Menschenrechtsorganisation, berichtete vergangenen Dezember, dass die Zahl von Patienten, die für Befragungen an den Ertez Checkpoint vorgeladen wurden, mit 601 zur Befragung geschickten Inhabern von medizinischen Permits im Vergleich zu 146 2015 und 179 2014 dramatisch gestiegen ist.  Zurück zum zerstörten Flughafen, es dauerte nicht lange, bis die Stille vom Geräusch zweier israelischer F16 im Schwebeflug, wie auch von einer Handvoll Drohnen durchbrochen wurde, die die Gegend absuchten. Etwa 300 m nördlich des Abflugterminals traf ich Mohammed Salah, einen 70-jährigen pensionierten öffentlichen Angestellten. Er wurde von Bauarbeitern begleitet, die in der Nähe sein neues Haus bauten. Er war einmal Passagier auf einem Flug in den Badeort Larnaka auf Zypern. "Es war wie ein alter Bus, hatte wackelnde Flügel. Wir hatten ein bißchen Bedenken, ob der Pilot wirklich qualifiziert wäre", erinnert er sich. Der Flug von weniger als eine Stunde war interessant, in der kurzen Zeit zwischen Abflug und Landung servierte die Crew Kaffee und Kekse. "1999 war ich zum ersten Mal auf einem palästinensischen Flugzeug aus Gaza hinaus geflogen", sagte Salah. "Niemand hält dich mit langen Warteschlangen auf, wie man es im ägyptischen Rafah und in Erez sieht." Salah sagte, mit dem Flughafen hätte der Traum von einem Staat Palästina begonnen, "aber es ist ein Geisterlandeplatz geworden".  Ich fragte Salah, was ihn zwinge, in dieser Halbwüste zu bauen. "Für Israel bedeutet das Bombardieren der Betongebäude des Flughafens die Auslöschung der palästinensischen Existenz, aber hier ein Haus zu bauen, beweist die Idee, dass ein Palästinenser in der Lage ist zu leben und wieder aufzubauen. Die Idee kann nicht sterben, aber die Steine werden aufgebaut und leicht zerstört", sagte Salah gegenüber Mondoweiss. Flugingenieur Ahmed al-Khairi erzählte mir, dass der Flughafenbetrieb mit einem Flug pro Woche begann und auf vier Routen pro Tag anwuchs. An Samstagen hatten wir 16 Rundflüge nach Kairo, Amman, Riad, Dubai und Ankara. Die Palästinenser waren ihre eigenen Herren (held their humanity) und reisten damals ohne Beschränkungen", sagte er. Laut Khairi reisten 1998 20.000 Passiere über den Gaza Flughafen, etwa 61.000 1999 und etwa 59.000 im Jahr 2000. Er fügte hinzu, dass die Besatzungen während der Bombardements alles, was sie von der Einrichtung tragen konnten, wegbrachten. Bevor ich den Ort verließ, versuchte ich Abdullah zu finden, aber er war bereits gegangen. Vielleicht war er mit den Eisenstäben, die er gesammelt hatte, zufrieden, oder er machte sich wegen der Flugzeuge Sorgen. Die Palästinenser brauchen dringend einen Flughafen. Wir werden gedemütigt, wenn wir versuchen für medizinische Behandlung, Ausbildung oder andere humanitäre Zwecke ins Ausland zu reisen, sowohl über den Grenzübergang Rafah, der außer an wenigen Tagen dauernd geschlossen ist, oder über Erez.

Quelle  Übersetzung: K. Nebauer

 

 

Israelisches Gericht verurteilt 68-j. Beduinen – weil er sein eigenes Grundstück betreten hat - Jonathan Ofir - 27.12.2017 -

Das Beduinendorf Al-Araqib im südlichen Negev ist mehr als 100 Mal zerstört worden. Seine ethnische Säuberung folgt einem ähnlichen Muster und ähnlicher Logik wie es der Fall bei anderen Beduinendörfern wie Umm Al-Hiran ist, das in diesem Jahr eine gewaltsame ethnische Säuberung erlebt hat, wobei auch ein beduinischer israelischer Staatsbürger außergerichtlich getötet wurde.  Jetzt erreicht der Staat neue Höhen eines kafkaesken Irrsinns: Sheikh Saih Abu Madiam, 68, wurde zu 10 Monaten Gefängnis, weiteren 5 Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 36.000 NIS (mehr als $ 10.000), wie Haaretz berichtete.  Das Vergehen: Abu Madiam hat angeblich Staatsland betreten – von dem er behauptet, es sei sein Land (Grundstück). Al Araqib ist eines von fast 40 "nicht anerkannten" Beduinen-Dörfern im Negev. Sie sind nicht anerkannt, weil der Staat das Land enteignet und sich geweigert hat, die Wohnorte von Menschen anzuerkennen, die schon lange vor der Grüdnung des Staates hier gewesen sind. Der Staat ist seit 1998 gegen Abu Madiam juristisch vorgegangen. 2006 hat Abu Madiam beim Beer Sheva Disrikt Gericht eine Klage eingereicht, damit das Land seiner Vorfahren anerkannt wird. Zu diesem Fall gehören Anhörungen von mehreren Geschichtsexperten; er wird wahrscheinlich erst in mehreren Jahren abgeschlossen sein. In der letzten Sache Staat gegen Abu Madiam von 2013, behauptete der Staat, dass seine Anwesenheit auf dem Stück Land, das er als sein eigenes reklamiert, unerlaubtes Betreten (Hausfriedensbruch) darstelle. Der Staat behauptete, dass er als Eindringling betrachtet werde, bis etwas anderes bewiesen sei.  In einer Beratung im Gericht über das mögliche Urteil räumte sogar der Polizei-Staatsanwalt, Anwalt Gil Assaf, ein, dass "es das erste Mal ist, dass in Israel ein Angeklagter wegen solcher Vergehen belangt wird", er könnte deshalb nicht auf einen Präzedenzfall verweisen, der eine angemessene Strafe nahe legen würde... Er verlangte 15 Monate Haft und eine Geldstrafe von 90.000 NIS. Richter Yoav Attar erwähnte in seinem Urteil, dass er mit Abu Madiam trotz seines Alters hart sein müsse, da er "die Verantwortung nicht übernommen hat" und "erklärt hat, dass er weiterhin beabsichtigt an dem Ort zu leben". Weiters verwarnte der Richter Abu Madiam "weil er darauf beharre, tatsächlich an dem Ort zu leben"... "nur um vollendete Tatsachen zu schaffen".   Lasst uns hier innehalten. Dieser letzte Satz mit "vollendete Tatsachen" sollte viele (Alarm)Glocken läuten lassen, denn es ist der Begriff, der über Israels illegale Siedlungen informiert. Auf Menschen, die ethnisch gesäubert werden, wird diese Taktik des "Schaffens vollendeter Tatsachen" projiziert, während der Staat selbst eiterhin "diese Tatsachen schafft", schrittweise und erdrückend zugunsten des Jüdischen Staates. Der erwähnte Fall von Umm Al Hiran (wo eine Ortschaft nur für Juden mit dem Namen Hiran am selben Ort errichtet wird) ist ein klassischer Fall dieser 'Überlappung' – der ethnische Säuberungen durchführende Staat betrachtet die einheimische Bevölkerung als "Besetzer" und "Eindringlinge", während er selbst neue "vollendete Tatsachen" an ihren Wohnorten schafft. Das war israelische Politik von Anfang an. So wie Moshe Dayan 1969 sagte: "Jüdische Dörfer wurden an der Stelle arabischer Dörfer gebaut. Ihr wisst nicht einmal die Namen dieser arabischen Dörfer, und ich gebe euch nicht die Schuld dafür, weil die Geografiebücher nicht mehr existieren, und nicht nur die Bücher existieren nicht mehr, auch die arabischen Dörfer nicht. Nahal entstand an der Stelle von Mahlul;Kibbutz Gvat an der Stelle von Jibta; Kibbutz Sarid an der Stelle von Huneifis; und Kfar Yehushu'a an der Stelle von Tal al-Shuman. Es gibtkeinen einzigen Ort in diesem Land, wo früher nicht eine arabische Bevölkerung war."  Zurück zu unserem Fall – Richter Attar hält Abu Madiam für einen "Eindringling". Hunderte Menschen aus den Beduinendörfern begleiteten Abu Madiam zur Anhörung bei Gericht, auch der palästinensisch-israelische Abgeordnete Ayman Odeh war dort – Odeh war Anfang des Jahres in Umm al Hiran von der Polizei während der ewähnten Operation der ethnischen Säuberung mit einer Gummi ummantelten Stahlkugel angeschossen worden. Das Anwaltsbüro Smadar Ben Natan & Pomerantz, das Abu Madiam in einem parallelen Fall vertritt, gab ein schockierendes Statement heraus (dank Ofer Neiman auf Facebook):  "Wir teilen den Schock hinsichtlich des ungeheuerlichen Urteils in der Angelegenheit Sheikh Saih (Abu Madiam). Unser Büro vertritt Sheikh Saih und seine Familie in einem parallelen Fall, in dem sie ebenfalls angeklagt werden ihr eigenes Land besetzt (unbefugt betreten) zu haben, worüber sie einen Rechtsprozess bezüglich ihres Eigentumsrechtes gegen den Staat führen, (und zwar) schon seit den 1970er-Jahren. Obwohl der Staat vor dem Gericht eingeräumt hat, dass in den letzten Jahren keine solchen Anklagen erhoben worden sind, sieht das Gericht nicht, dass wir von politischer Verfolgung sprechen, von schändlichem Gebrauch der Regierungsmacht und einem Versuch einen legitimen Kampf von Menschen, die für das Recht auf ihr Land kämpfen, zu konterkarieren. Kann man sich eine ähnliche Situation vorstellen, in der zwei Privatpersonen um Land streiten, wo einer von ihnen die Macht hat, den anderen deswegen ins Gefängnis zu werfen?" Bingo. Das war von jeher das Problem. Der israelisch-palästinensische "Konflikt" ist kein Rechtsstreit zwischen zwei gleichgestellten Parteien. Es ist der Fall von Siedler-Kolonialismus, bei dem die Enteigneten und Unterdrückten, die für ihre Rechte aufstehen, vom Staat bestraft werden. Wie bei der 16-jährigen Ahead Tamimi. Und das geschieht nicht nur in den 1967 besetzten Gebieten. Es geschieht auch dort, wo (das Land) oft als "Israel selbst" (Israel proper) angesehen wird. Aber es scheint, dass es da nichts wirklich Einwandfreies" (proper) bezüglich Israel gibt.

Quelle  Übersetzung: K. Nebauer

 

'Verheerend': Auswirkungen von israelischem Tränengas auf Palästinenser - Ibrahim Husseini & Liam O'Hare - 27.12.2017 -

 

Flüchtlingslager Aida, Westbank-Zone A:

Nach dem Autor einer neuen Unersuchung könnte das Flüchtlingslager Aida der am meisten Tränengas ausgesetzte Ort der Welt sein.   Das Menschenrechtszentrum der Universität von Californien in Berkeley hat kürzlich berichtet, dass israelische Sicherheitskräfte "ausgedehnt", "häufig" und "wahllos" Tränengas gegen palästinenssche Flüchtlinge im Flüchtlingslager Aida bei Bethlehem einsetzen.   Der Bericht - angeblich der erste, der die Auswirkungen von Tränengas in der Westbank untersucht – fand heraus, dass 100% der mehr als 200 palästinensischen Bewohner, die vom Flüchtlingslager Aida begutachtet wurden, im Lauf des letzten Jahres Tränengas ausgesetzt waren.  Der Bericht, 'No Safe Space: Gesundheitliche Folgen der Tränengasexposition bei palästinensischen Flüchtlingen' , (hat) im letzten Sommer in Aida und dem benachbarten Flüchtlingslager Dheisheh gesammelte Zeugenaussagen.   "Wir haben gefunden, dass der konstante und nicht vorhersagbare Einsatz von Tränengas in palästinensischen Flüchtlingslagern verheerende Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Bewohner hat", sagt Co-Autor des Berichts Dr. Rohini Haar, Wissenschaftler an der kalifornischen Universität in Berkely und Arzt bei Ärzten für Menschenrechte.  Die Auswirkungen sind besonders schädlich für die "Verletzlichsten, für schwangere Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen, die bereits krank sind".   Die (für den Bericht) begutachteten 236 Bewohner von Aida sagte alle, sie seien im vergangenen Jahr Tränengas ausgesetzt gewesen.  84% von ihnen sagte, sie seien (Tränengas) ausgesetzt gewesen, während sie in ihrer Wohnung waren.   Wie der Name andeutet, soll Tränengas Tränen der Augen und Brennen der Haut auslösen.  Die Bewohner sagten den Autoren des Berichts auch, der Einsatz von Tränengas durch das israelische Militär wäre "vor allem unprovoziert".    Die israelische Armee reagierte nicht auf die Bitte von Al Jazeera um eine Stellungnahme zu den Ergebnissen der Studie.   Dicht bevölkerte Lager  Flüchtlingslager gehören zu den Verletzlichsten für eine Exposition mit Tränengas in den besetzten palästinensischen Gebieten, stellt der Bericht fest.  Von über 6.400 palästinensischen Flüchtlingen bewohnt, liegt Aida auf gerade einmal 0.017 Quadratkilometer, was es zu einem der am dichtest bevölkerten Orten der Welt macht.   Es gibt häufig Zusammenstöße zwischen israelischen Sicherheitskräften und Bewohnern des Aida Flüchtlingslagers; die UNRWA (UN-Agentur für palästinensische Flüchtlinge) schätzt, dass es von Januar 2014 bis 15. Dezember diesen Jahres mindestens 376 Zusammenstöße gab, sagt der Bericht.  "Unser Leben hier im Lager ist voll von Tränengas, voll von Lärmgranaten, voll von Stinkwasser", sagt die 30-jährige Bewohnerin Sabreen, Mutter eines palästinensischen Gefangenen, und bezieht sich auf eine faulig riechende Flüssigkeit, die von der israelischen Armee häufig auf palästinensische Demonstranten und Häuser in der ganzen Westbank versprüht wird.  "Es ist das Leben eines Flüchtlings. Was können wir machen?", fügt Sabreen hinzu, die Al Jazeera ihren Nachnamen nicht nennen will.  Vor zwei Jahren ist ein israelischer Soldat gefilmt worden, als er die Lagerbewohner warnte: "Leute vom Aida Flüchtlingslager, wir sind die Besatzungskräfte. Ihr werft Steine, und wir werden euch alle mit Tränengas treffen, bis ihr alle sterbt. Die Kinder, die Jungen, die alten Menschen – ihr werdet alle sterben."  Tränengas nahe Wohnungen zu verschiessen, verstößt gegen denUN-Verhaltenskodex und die UN-Grundprinzipien für die Anwendung von Gewalt und Feuerwaffen durch offizielle Personen, die das Recht durchsetzen (sollen), sagt der Bericht.  Er erklärt auch, dass Wohnungen und Schulen nicht dafür eingerichtet sind, gegen Tränengas abzuschirmen, was Bewohnern nur wenige Möglichkeiten lässt seine Auswirkungen zu vermeiden oder zu reduzieren.  Letzten Freitag sah Al Jazeera, wie die israelische Armee hunderte Tränengaskanister in eine kleine Menge Demonstranten in einem Gebiet am Rand des Aida-Lagers feuerte. Begrenzte Zusammenstöße dehnen sich auch in das Lager aus, wo israelische Soldaten mit Tränengas antworten.  "Ich bin von einer Hochzeit nach Hause zurückgekommen und habe neben meinem Haus 25 Gaskanister gefunden", sagte Sana, eine Bewohnerin des Lagers, die Al Jazeera ebenfalls ihren Namen nicht nannte.  Viele Lagerbewohner sind dazu übergegangen Gasmasken zu tragen, um sich zu schützen, aber sie sind schwer zu bekommen und teuer.  Verheerende Auswirkungen  Laut Dr. Haar kann regelmäßige Exposition mit Tränengas "alle Körpersysteme" schädigen.  Im Bericht beschrieben Bewohner verschiedene körperliche Auswirkungen einer so häufigen Exposition mit Tränengas wie Bewußtlosigkeit, Fehlgeburten, Atembeschwerden, Asthma, Husten, Schwindel, Hautausschläge, starke Schmerzen, allergische Dermatitis, Kopfschmerzen, nervöse Reizbarkeit und sogar stumpfes Trauma, wenn sie von Tränengaskanistern getroffen werden.  "Jedes System des Körpers ist davon betroffen", sagte Dr. Haar.  Der häufige Einsatz von Tränengas durch die israelische Armee hat bei den Bewohnern auch psychische Narben hinterlassen.   Da die israelischen Razzien willkürlich stattfinden, finden sich die Aida-Bewohner laut Bericht "ständig nervös, in Angst vor dem nächsten Angriff".   Manal Manasra, 26, eine Bewohnerin von Aida, erzählte Al Jazeera, dass ihr Baby kürzlichTränengas ausgesetzt war, nachdem ein von der israelischen Armee abgefeuerter Kanister nahe einer Tür zu ihrer Wohnung landete.   "Der Sauerstoffgehalt (der Luft) war gleich null... sie (das Baby) war am Ersticken... wir trugen sie ins Krankenhaus... sie war sieben Tage dort", sagte Amal.  "Wir sind in einem Bereich, wo wir täglichen Schiessereien und Tränengas ausgesetzt sind. Ich habe Kinder. Das Gas dringt durch die Fenster

und unter der Tür ins Haus", sagte sie.  Dr. Haar sagte Al Jazeera: "Niemand sonst wird in diesem Ausmaß Tränengas ausgesetzt."  'Es ist Gift'  Die Untersuchung fand, dass infolge der Proteste gegen die kürzliche Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump die Exposition der Palästinenser mit Tränengas zugenommen hat.  Inzwischen behaupten die Palästinenser auch, dass das Tränengas stärker geworden ist.  "Das ist kein Tränengas; es ist Gift", sagte Taer, ein anderer Bewohner von Aida, Al Jazeera.  Während Tränengas gewöhnlich aus einer Mischung von synthetischen und natürlichauftretenden Gasen einschließlich Pfefferspray besteht, " ist die spezifische, (von den israelischen Sicherheitskräften) in den letzten Jahren verwendete Chemikalie unbekannt", stellt der Bericht fest.  Laut Dr. Haar "ist die israelische Regierung verpflichtet, die Zusammensetzung des Tränengases bekannt zu geben", das sie verwendet, damit die medizinischen Fachkräftedie Symptome behandeln können, die die Chemikalie verursacht.  Inzwischen hat Chris Gunnes, Sprecher der UNRWA, gesagt, dass "der Bericht Besorgnisse wegen der Anwendung von Tränengas in dicht bebauten Bereichen wie den Flüchtlingslagern in Bethlehem aufwirft".  Gunnes zu Al Jazeera: "Der ausgedehnte, wahllose und häufige Einsatz von Tränengas setzt Flüchtlinge und unser eigenes Personal Gesundheitsrisiken aus, aber in diesem Stadium ist es für medizinische Fachkräfte unmöglich diese Risiken und die Langzeitfolgen einer fortgesetzten und regelmäßigen Exposition einzuschätzen."  "Es ist eindeutig, dass die psychologischen Auswirkungen bei den begutachteten jungen Menschen erheblich ist und die Entwicklung und die Bildungsperspektiven der Kinder beeinträchtigt." 

  Quelle Übersetzung: K. Nebauer

 

 

Der hohe Preis der Freiheit – israelische Armee hat es auf Kinder abgesehen - ISM Nablus-Team - 18.12.2017

- In den letzten Wochen ist in der gesamten Westbank eine zunehmende Zahl von Kindern verhaftet und verletzt worden. ISM traf Iyad Burnat aus Bil'in, der miterlebt, wie gegen die zweite Generation von Aktivisten, und dazu gehören seine eigenen Kinder, gezielt mittels fingierten Beschuldigungen und Folter-ähnlichen Methoden vorgegangenwird. Gerade jetzt werden fünf Jugendliche aus Bil'in im Ofer-Gefängnis festgehalten: Aber Ofer füllt sich, und mehr Kinder werden nach Megiddo außerhalb des besetzten Territoriums verlegt.  Abdul Khalik, Iyads zweiter Sohn, war mit zwei Freunden, Hamzah al-Khatib und Malik Radhi, in Bil'in mit dem Auto unterwegs, um Pizza zu holen, als Soldaten das Auto stoppten. Jetzt sind sie in Haft und werden beschuldigt in den Apartheid-Zaun geschnitten zu haben. Weder Videos noch Zeugen können das beweisen. Aber das ist für die israelische Armee kein Problem; es ist Soldaten nachgewiesen worden, dass sie bei Gericht lügen, wenn sie als Zeugen aufgerufen werden.  Es ist nicht das erste Mal, dass Abduls die Repression des israelischen Militärs direkt erlebt, er ist schon einmal mit einer Gummiummantelten Stahlkugel am Kopf verletzt worden. Jetzt hat es die israelische Armee auf ihn angesehen, seit sie ihn als eine Führerpersönlichkeit ausgemacht haben, der junge Leute anregt an Protesten teilzunehmen. Iyad Burnat berichtet ISM, dass der israelische Geheimdienst seinen Sohn im Lauf der letzten Tage verhört hat. Der Richter in Ofer ordnete zwar an die Jungs gegen eine Kaution von tausenden Shekel freizulassen, aber die Verfolgung ist nicht vorüber: Während des Verhörs behauptete ein Soldat, sie hätten viele geheime Akten, die bisher nicht bei Gericht verwendet worden seien.  Diese letzten Vorkommnisse zeigen die derzeitige allgemeine Situation in Bil'in, seit die Ansiedlung von (jüdischen) Siedlern 2005 begonnen hat. Die Errichtung der Siedlung Modi'in Illit brachte die bekannten Übergriffe des Militärs mit sich, unter denen Palästinenser in ähnlichen Situationen immer leiden. Die tägliche Konfrontation mit der massiven israelischen Militärpräsenz hat die Menschen von dem kleinen Dorf Bil'in gezwungen, eine Strategie zur Antwort zu erarbeiten. Im Lauf der letzten zehn Jahre ist der gewaltfreie Protest, einschließlich des Schneidens in den Zaun und das Blockieren der Straße zu den Siedlungen zum Hauptaspekt des Widerstands gegen die Siedlungen geworden. Das israelische Gericht klagt Leute, die Zäune um die Siedlungen zerschneiden oder beschädigen als Kriminelle an; der israelische Staat erwähnt jedoch nie, dass alle Siedlungen nach dem Völkerrecht und manche sogar nach israelischem Recht illegal sind.   Die gewaltfreie Methode des Widerstands hat die brutalen israelischen Repressionsmethoden nicht verändert. Seit vielen Jahren sind Iyad und seine Familie eine besondere Zielgruppe. 2015 erhielt er, wie bereits außerhalb von Palästina durch seinen in Cannes preisgekrönten Film "Five Broken Kameras" bekannt ist, den James Lawson-Preis für Leistung in Praxis,  Beobachtung und Berichterstattung über den gewaltfreien Konflikt, der jedes Jahr beim International Center on Nonviolent Conflict vergeben wird. Iyad ist ständig mit der Berichterstattung und Verbreitung (der Berichte) über Aktivitäten des palästinensischen Kampfes in der ganzen Welt beschäftigt.   Dieses Jahr hatte er ein Treffen mit der englischen Labourparty und lud sie ein, Palästina zu besuchen. Er versucht auch sich mit jüdischen Vereinigungen außerhalb Israels zu treffen und mit ihnen zu sprechen; gemeinsam heben sie hervor, dass Anti-Zionismus und der Kampf gegen die Besatzung keine religiösen Angelegenheiten sind. Dieses Jahr war Iyad eingeladen worden, auf der UN-Konferenz "50 Jahre Besatzung" zu sprechen. Er erzählt ISM, dass die erste Nachricht, die er nach seiner Landung in den USA las, war, dass Soldaten in sein Haus gekommen sind und seinen dritten Sohn Mohammed verhaftet haben.  Auch auf seinen ältesten Sohn Majd hatten sie es angesehen. 2014 wurde er während einer Demonstration angeschossen. Damals stand er neben seinem Vater, als sich ihnen ein israelischer Soldat näherte, auf ihn schoss und sich zurückzog. Ein Szenario, das mehr an eine Strafaktion erinnert als an eine Sicherheitsaktion, wie die israelische Armee gewöhnlich behauptet. Majd befand sich 10 Tage im Krankenhaus in Ramallah, wo die Ärzte auf die Notwendigkeit einer neurochirurgischen Behandlung in Jordanien hinwiesen. Die israelische Grenzpolizei stoppte und verhörte in drei Stunen lang an der Grenze. In Jordanien wurde er zurück in das al-Quds-Krankenhaus geschickt. Die israelische Behörde erteilte keine Genehmigung über die Grüne Grenze zu fahren, aber er schaffte es dorthin zu gelangen, da zwei israelische Aktivisten ihn im Kofferraum ihres Autos versteckten.   Was

ein einfacher Bericht über isolierte Vorfälle sein könnte, verdeutlicht die derzeitige Strategie, die sich Israel zu eigen gemacht hat. Die Entscheidung auf Kinder abzuzielen, offenbart zwei Ziele: Einerseits erkennt man leicht, dass die infrage kommenden Kinder gewöhnlich Kinder von Aktivisten sind. Das ist eine Möglichkeit, den menschlichsten und verletzlichsten Bereich zu treffen. "Die israelischen Behörden haben gesagt, wir würden unsere Kindern lehren zu hassen", sagt Iyad, "Aber wer lehrt wen zu hassen? Bei meiner Rückkehr aus den USA war es mein drei-jähriger Sohn, der mir erklärte, was passierte, als der Soldat in der Nacht kam, um seinen Bruder zu verhaften. Ein drei Jahre altes Kind ist gezwungen Fesselung und Schläge in seinem eigenen Haus mitzuerleben." Andererseits ist das Abzielen auf die junge Generation ein Versuch, das 'Problem' des palästinensischen Widerstands von der Wurzel auszurotten, und den Menschen, die in der Zukunft den Kampf anführen werden, Angst zu machen und sie zu warnen.  Die meisten der 430 Palästinenser, die seit der Erklärung Trumps am 6. Dezember verhaftet worden sind, sind unter 18 Jahren. "Sie möchten, dass die Jugend es hasst in diesem Land zu leben", sagt Iyad. Als ISM ihn fragt, ob er glaubt, dass sein Sohn Abdul, der jetzt im Gefängnis ist, Angst hat, antwortet er, dass Abdul das gewöhnt ist, weil er in dieser Umgebung aufgewachsen ist: "Er erinnert mich an mich selbst, als ich in seinem Alter war." Und fügt hinzu: "Ich leiste Widerstand und habe mit diesem Kampf angefangen, um meinen Kindern eine bessere Zukunft zu geben. Aber jetzt wiederholt sich die Geschichte. Freiheit hat einen hohen Preis." 

Quelle: https://palsolidarity.org/2017/12/the-high-cost-of-freedom-israeli-army-targets-kids Übersetzung:K. Nebauer 

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